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1. Neue Regelwerke:
Seit Anfang 2006 wurde das erste Paket der europäischen Normen im Bereich der Gesteinskörnungen in nationale Regelwerke (TL Gestein, TL SoB und ZTV SoB) umgesetzt. Seit dem 01.01.2009 stehen nun auch für den Asphalt- und Betonbereich nationale Regelwerke zur Verfügung, welche den Bauverträgen zu Grunde gelegt werden müssen.
Das Seminar geht ausschließlich auf die Änderungen im Asphaltbereich ein, wobei wichtige Grundlagen im Bereich der Gesteinskörnungen nicht außer Acht gelassen werden. Nach einer Einführung in das neue System der Regelwerke werden die wichtigsten Änderungen im Zusammenhang mit dem Asphaltmischgut gemäß TL Asphalt-StB 07 erläutert.
In der ZTV Asphalt-StB 07 sind nun ausschließlich vertragliche Regelungen für den Bau von Asphaltschichten enthalten. Bei der Überarbeitung dieses Regelwerkes sind jedoch nicht nur Änderungen aufgrund der europäischen Normen aufgenommen worden, sondern es wurden auch viele Anforderungen im Rahmen der Bauausführung, Vertragsabwicklung und Prüfung überarbeitet, um die Qualität weiter zu verbessern.
Dadurch ergeben sich natürlich auch Änderungen bei der Erstellung des Leistungstextes. Aus diesem Grund wird anhand eines Beispiels erläutert, wie mit dem neuen Leistungsbereich 813 (Asphaltbauweisen) des Standardleistungskataloges ausgeschrieben werden muss.
Abschließend werden Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie die bauvertragliche Umsetzung erfolgen kann. Dies ist ganz besonders in der Übergangsphase wichtig, in der noch Verträge, die mit altem Regelwerk als Grundlage ausgeschrieben wurden, abgewickelt werden müssen.
2. Neue Bauweisen:
Im zweiten Teil des Seminars werden in den letzten Jahren neu entwickelte Asphaltbauweisen vorgestellt, welche nun auch standardmäßig über das neue Regelwerk abgedeckt werden. Hierbei werden die Besonderheiten der Bauweisen detailliert erläutert und deren Vor- aber auch evtl. vorhandene Nachteile aufgezeigt. Es wird hierbei auf eine praxisnahe Darstellung mit einer Vielzahl von Baustellenfotos großen Wert gelegt.
Zunächst wird die lärmmindernde Bauweise "Offenporiger Asphalt" erläutert. Auch die sog. kompakte Asphaltbauweise wird nun über das Regelwerk abgedeckt, weshalb auch diese Bauweise vorgestellt wird.
Weiterhin wird die Modifizierung von Walz- und Gussasphalt durch viskositätsverändernde Zusätze bzw. viskositätsveränderte Bindemittel vorgestellt. Diese Modifizierung ist seit Mitte 2008 aufgrund des Arbeitsschutzes im Zusammenhang mit Gussasphalt notwendig und wird nun auch über das neue Regelwerk gefordert. Die für eine korrekte Anwendung erforderlichen technischen Hintergründe dieser Modifizierung werden erklärt und es werden Anregungen gegeben, die Vorteile dieser Modifizierung auch im Walzasphalt zu nutzen. In diesem Zusammenhang kann die Verarbeitbarkeit des Mischgutes insbesondere des Splittmastixasphaltes verbessert werden. Hierdurch wird das Mischgut weniger fehleranfällig, insbesondere beim Bau während der „schlechten“ Jahreszeiten.
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